Einen Platz für KI in Therapie und Produktentwicklung finden
Künstliche Intelligenz (KI) verändert zunehmend die Art und Weise, wie Therapeut:innen arbeiten – und digitale Interventionsplattformen wie Cognishine stehen dabei an vorderster Front. Doch wenn menschliche Verbindung und Empathie im Zentrum der Therapie stehen, stellt sich die Frage: Wie lässt sich KI verantwortungsvoll in die Therapie integrieren, ohne die klinische Qualität und das Vertrauen zu gefährden?
In einer aktuellen Folge des De Facto Leaders Podcasts spricht Dr. Karen Dudek-Brannan mit Natalie Yona, VP of Clinical Strategy bei Cognishine, darüber, wie KI-gestützte Tools Therapieergebnisse für Therapeut:innen, Pädagog:innen und Klient:innen verbessern können – ohne das menschliche Element zu ersetzen, das Therapie wirksam macht.
KI als unterstützendes Werkzeug für Therapeut:innen
KI-Technologie sollte als Unterstützungssystem für Therapeut:innen verstanden werden – nicht als Ersatz für klinische Expertise. Wie Natalie erläutert, kann KI:
- Administrative Aufgaben vereinfachen – und so mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Klient:innen schaffen
- Die Einbindung von Eltern und Angehörigen stärken – durch zugängliche, kulturell angepasste Materialien für das Üben zu Hause.
- Evidenzbasierte Therapiematerialien bereitstellen – etwa Lesetexte oder Übungen zur kognitiven Rehabilitation, die gezielt auf individuelle Therapieziele zugeschnitten sind.
Dieser Ansatz ermöglicht es Therapieplattformen, KI verantwortungsvoll in die Produktentwicklung zu integrieren – als Unterstützung für Fachpersonen, nicht als deren Ersatz.
Qualität, klinische Integrität und Produktentwicklung
In der Entwicklung therapeutischer Produkte steht die klinische Integrität an erster Stelle. Bei Cognishine durchlaufen KI-gestützte Funktionen umfassende Qualitätssicherungsprozesse, um sicherzustellen, dass sie therapeutischen Best Practices und evidenzbasierten Standards entsprechen.
Ein im Podcast diskutiertes Beispiel ist die sogenannte „Book Desert“-Problematik: Viele Klient:innen haben keinen Zugang zu qualitativ hochwertigen, kulturell angepassten Lesematerialien. KI kann helfen, diese Lücke zu schließen, indem sie zugängliche, ansprechende und individuell angepasste Materialien erstellt – stets unter fachlicher Aufsicht von klinischen Expert:innen.
Ethik und menschliche Verbindung in der Teletherapie
Mit der zunehmenden Verbreitung von Teletherapie wachsen auch die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überabhängigkeit von Technologie. Natalie betont, dass KI in digitalen Therapieplattformen stets die menschliche Beziehung in den Mittelpunkt stellen muss.
Indem Therapeut:innen die Kontrolle behalten und KI als unterstützendes Instrument für therapeutische Entscheidungen genutzt wird, können digitale Plattformen sowohl Präsenz- als auch Online-Therapiesitzungen bereichern. So lassen sich bessere Ergebnisse erzielen, ohne Empathie oder ethische Grundsätze zu kompromittieren.
Hören Sie die vollständige Podcast-Folge (Englisch)
Hier finden Sie das vollständige Gespräch über KI in der Therapie und digitale Interventionsplattformen:

