Der Einsatz digitaler Whiteboards in der Ergotherapie & Logopädie

Elaine Wiener, Ergotherapeutin & Alona Novak, Logopädin
Anleitungen

Digitale Whiteboards sind ein flexibles und motivierendes Werkzeug innerhalb einer digitalen Therapieplattform, das sich in unterschiedlichen Therapiebereichen individuell anpassen lässt, um funktionelle und alltagsnahe Übungen zu unterstützen. Plattformen wie Cognishine stellen Therapeut:innen evidenzbasierte Übungen und multidisziplinäre Therapiematerialien zur Verfügung und helfen dabei, einfache digitale Aufgaben in alltagsrelevante, patientenzentrierte Therapieerfahrungen zu verwandeln.

Durch das Hinzufügen eines Hintergrundbildes – beispielsweise eines Klassenzimmers, einer Küche, eines Büros, Schlafzimmers, Spielplatzes, Supermarkts oder einer Straßenszene – können Therapeut:innen einfache digitale Aufgaben in Aktivitäten umwandeln, die reale Umgebungen und die Teilhabe im Alltag widerspiegeln.

Für Ergotherapeut:innen können digitale Whiteboards graphomotorische, visuell-motorische sowie funktionelle computerbezogene Therapieziele unterstützen.

Für Logopäd:innen bzw. Sprachtherapeut:innen lässt sich dasselbe Format nutzen, um Kommunikation, Sprache, Sprechen sowie kognitiv-kommunikative Fähigkeiten gezielt zu fördern.

In beiden Fällen bietet das Whiteboard einen visuell unterstützten, interaktiven Raum, der sich unkompliziert an unterschiedliche Altersgruppen, Diagnosen und Therapiesettings anpassen lässt.

Klicken Sie hier für ein Video-Whiteboard-Tutorial - hier finden Sie praktische Ideen für den Einsatz des Whiteboards in Ihren Therapieeinheiten.

Ergänzend dazu zeigen die folgenden Abschnitte weitere Möglichkeiten auf, wie digitale Whiteboards sowohl in der Ergotherapie als auch in der Logopädie eingesetzt werden können.

Der Einsatz eines digitalen Whiteboards zur Förderung graphomotorischer und visuell-motorischer Fähigkeiten in der Ergotherapie

Digitale Whiteboards sind ein einfaches, zugleich aber wirkungsvolles Werkzeug innerhalb ergotherapeutischer Materialien und kognitiver Rehabilitationsangebote. Durch das Hinzufügen eines Hintergrundbildes – beispielsweise eines Klassenzimmers, einer Küche, eines Büros oder einer Straßenszene – wird aus einer einfachen Nachspur- oder Schreibaufgabe eine funktionelle und motivierende Aktivität, die mehrere Fähigkeiten gleichzeitig in einem alltagsnahen Kontext anspricht.

Alle Aktivitäten können mit dem Finger, der Maus oder jeder anderen vom Programm unterstützten Eingabemethode durchgeführt werden. Dadurch ist die Plattform vollständig geräteunabhängig und flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassbar.

Nutzung des Whiteboards mit dem Finger

Wenn Klient:innen mit dem Finger auf einem Touchscreen nachspuren oder schreiben, können unter anderem folgende Bereiche gefördert werden:

  • Feinmotorische Kontrolle: Fingerisolation, dosierter Druck und Ausdauer
  • Vorläuferfähigkeiten des Schreibens und Buchstabenbildung: Linien, Kreise, Diagonalen sowie einfache Buchstaben und Zahlen
  • Taktiles und propriozeptives Feedback: Wahrnehmung der Hand im Raum und ihrer Bewegungen
  • Visuell-motorische Integration: Abstimmung zwischen visueller Wahrnehmung und Handbewegung (z. B. auf einer Linie bleiben oder innerhalb einer Form arbeiten)

Diese grundlegenden Fähigkeiten unterstützen die funktionelle Teilhabe, die Schulreife sowie alltägliche Kommunikationsaufgaben.

Nutzung einer Maus oder eines Trackpads

Aufgaben mit Maus oder Trackpad eignen sich besonders für ältere Schüler:innen und Erwachsene, beispielsweise im Rahmen beruflicher Wiedereingliederung:

  • Präzisionsgriff und Handgelenkskontrolle beim Halten und Bewegen der Maus
  • Hand-Auge-Koordination und motorische Planung, da sich der Cursor unabhängig von der Hand bewegt
  • Visuelles Verfolgen des Cursors auf dem Bildschirm
  • Funktionelle Computerfertigkeiten wie Klicken, Doppelklicken, Ziehen, Ablegen und Scrollen

Da die Hand das Ziel nicht direkt berührt, erhöhen Mausaufgaben auf natürliche Weise die Anforderungen an Planung, Problemlösung und Fehlerkorrektur. Dies unterstützt motorisches Lernen und die Übertragung in den Alltag.


Fähigkeiten, die mit Hintergrundszenen gefördert werden können

Ein Hintergrundbild schafft eine realitätsnahe Therapiesituation, die sich flexibel an unterschiedliche ergotherapeutische Ziele anpassen lässt.

Beispielsweise kann eine Klassenzimmerszene genutzt werden zur Förderung von:

  • Visuellem Scannen: „Finde alle Stifte/Bücher.“
  • Figur-Grund-Wahrnehmung: „Kreise die Schere auf dem unordentlichen Tisch ein.“
  • Visueller Diskrimination: „Finde das Lineal, nicht den Stift.“
  • Räumlichen Beziehungen/Lage im Raum: „Markiere den Gegenstand unter dem Tisch, neben dem Fenster oder hinter dem Stuhl.“
  • Visueller Aufmerksamkeit: Konzentration in einer reizreichen, realistischen Umgebung

Diese Fähigkeiten unterstützen Handschrift, Lesen, Abschreiben von der Tafel, Orientierung in belebten Umgebungen sowie die funktionelle Teilhabe in Schule, Beruf und Alltag.

Praktische ergotherapeutische Übungsideen mit einer Klassenzimmer-Szene

Alle folgenden Aktivitäten können entweder mit dem Finger (für direktes taktiles Feedback) oder mit der Maus (für höhere Anforderungen an die motorische Planung) durchgeführt werden.

Finden und einkreisen

Anweisung:
„Kreise alle Hefte ein, die du sehen kannst.“

Geförderte Fähigkeiten:
Visuelles Scannen, Figur-Grund-Wahrnehmung, Feinmotorik bzw. Cursorsteuerung, visuell-motorische Integration

Einen Weg zeichnen

Anweisung:
„Zeichne eine Linie von der Tür zum Lehrerpult, ohne einen Stuhl zu berühren.“

Geförderte Fähigkeiten:
Visuelles Verfolgen, motorische Planung, Linienführung, räumliche Planung

Anweisungen befolgen

Anweisung:
„Setze ein X auf den Rucksack, unterstreiche den Stift und kreise anschließend den Stuhl ein.“

Geförderte Fähigkeiten:
Sequenzierung, Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, Befolgen mehrschrittiger Anweisungen, motorische Kontrolle

Abschreiben und Schreiben

Anweisung:
„Schreibe den Anfangsbuchstaben jedes Gegenstands auf, den du findest (T für Tisch, S für Stuhl, T für Tafel).“

Geförderte Fähigkeiten:
Buchstabenabruf, Buchstabenbildung, Abstände beim Schreiben, visuell-motorische Integration

Andere Hintergrundbilder – etwa Küche, Büro, Supermarkt, Schlafzimmer oder Straßenverkehr – können problemlos eingesetzt werden, um Therapieziele wie Sicherheitsbewusstsein, instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens (IADLs) oder Teilhabe im öffentlichen Raum zu unterstützen.


Einsatz über verschiedene Altersgruppen, Settings und Diagnosen hinweg

Dieses Whiteboard-Konzept lässt sich über alle Altersgruppen hinweg und in unterschiedlichen ergotherapeutischen Settings einsetzen:

  • Kinder: schulbasierte Ergotherapie, Frühförderung, Praxis
    Szenen können Vorläuferfähigkeiten des Schreibens, frühe Handschrift, Klassenroutinen und grundlegende visuell-perzeptive Fähigkeiten unterstützen.
  • Jugendliche und Erwachsene: ambulante Rehabilitation, Tageskliniken, psychische Gesundheit, berufliche Wiedereingliederung
    Szenen wie Büros, öffentliche Verkehrsmittel oder Geschäfte können Computeranwendung, exekutive Funktionen und komplexe visuell-motorische Aufgaben fördern.
  • Ältere Erwachsene: stationäre Rehabilitation, Pflegeeinrichtungen, häusliche Versorgung und Gemeindeprogramme
    Szenen wie Küchen, Badezimmer, Supermärkte oder Straßenumgebungen können visuelles Scannen, Sicherheit, Problemlösung und Selbstständigkeit im Alltag fördern.

Dieselbe Struktur eignet sich für ein breites Spektrum an Diagnosen, darunter Entwicklungskoordinationsstörung, Lernstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson, orthopädische Erkrankungen und allgemeine Dekonditionierung.

Durch Anpassung der Bildkomplexität, der Anzahl der Zielelemente, der Eingabemethode (Finger oder Maus) und der Anzahl der Handlungsschritte kann die Aktivität von sehr einfach bis hochkomplex abgestuft werden.

Kurze wissenschaftliche Begründung (für Fachpublikum)

  • Die Forschung zum motorischen Lernen zeigt, dass wiederholtes, aufgabenorientiertes Üben in bedeutungsvollen Kontexten den Erwerb und Transfer von Fähigkeiten verbessert. Dies unterstützt den Einsatz realistischer, szenenbasierter Aufgaben anstelle isolierter Übungen.
  • Studien zu Handschrift und visuell-motorischen Fähigkeiten zeigen Zusammenhänge zwischen Feinmotorik, visuell-motorischer Integration, visueller Wahrnehmung und funktioneller Teilhabe in Schule, Beruf und Alltag.
  • Darüber hinaus belegen Untersuchungen zu interaktiver und technologiegestützter Rehabilitation, dass digitale und visuell ansprechende Aufgaben die Kontrolle der oberen Extremitäten sowie die Motivation fördern können. Dies unterstützt den Einsatz digitaler Whiteboards als Bestandteil moderner ergotherapeutischer Praxis.

Der Einsatz eines digitalen Whiteboards für Kommunikation, Sprache und Sprechziele in der Logopädie

Digitale Whiteboards sind ein einfaches und vielseitiges Werkzeug für die logopädische Therapie. Durch das Hinzufügen eines Hintergrundbildes – beispielsweise eines Klassenzimmers, einer Küche, eines Spielplatzes, Büros, Supermarkts, Schlafzimmers oder einer Straßenszene – wird aus einer einfachen Sprach- oder Sprechaufgabe eine funktionelle und motivierende Aktivität, die mehrere Fähigkeiten gleichzeitig in einem bedeutungsvollen Kontext fördert.

Visuelle Szenen helfen dabei, Therapie über isolierte Bildkarten oder reine Drillübungen hinauszuführen. Stattdessen können Klient:innen Sprache in Situationen üben, die dem Alltag deutlich näherkommen – sowohl im Sprachverständnis als auch im sprachlichen Ausdruck und in der funktionellen Kommunikation.

Warum visuelle szenenbasierte Whiteboard-Übungen wichtig sind

Die Nutzung einer Hintergrundszene auf dem Whiteboard schafft strukturierte, aber zugleich realistische Kommunikationssituationen. Klient:innen können direkt auf dem Bild zeigen, einkreisen, markieren, beschriften, schreiben oder beschreiben, während an sprachlichen, sprechmotorischen oder kognitiv-kommunikativen Zielen gearbeitet wird.

Dieses Format kann unter anderem folgende Bereiche unterstützen:

  • Sprachverständnis (rezeptive Sprache): Verstehen von Wortschatz, Konzepten und Anweisungen
  • Sprachproduktion (expressive Sprache): Benennen, Beschreiben, Satzbildung und Erzählen
  • Erarbeitung von Lauten: Finden und Produzieren von Zielwörtern im Kontext
  • Kognitiv-kommunikative Fähigkeiten: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sequenzierung und Problemlösen
  • Soziale Kommunikation: Interpretation von Situationen, Personen und alltäglichen Interaktionen

Da das Bild während der gesamten Aufgabe sichtbar bleibt, bietet es kontinuierliche visuelle Unterstützung und erleichtert vielen Klient:innen die Organisation ihrer Antworten.

Fähigkeiten, die mit einer Hintergrund-Szene gefördert werden können

Ein Hintergrundbild schafft eine realitätsnahe Therapiesituation, die flexibel an unterschiedliche logopädische Ziele angepasst werden kann.

Beispielsweise kann eine Klassenzimmerszene genutzt werden zur Förderung von:

  • Wortschatzaufbau: „Benenne die Gegenstände auf dem Tisch.“
  • Befolgen von Anweisungen: „Kreise den Stift unter dem Stuhl ein.“
  • W-Fragen: „Wer ist im Klassenzimmer?“ „Was machen die Personen?“ „Wo ist der Rucksack?“
  • Beschreiben und Satzbildung: „Beschreibe in einem vollständigen Satz, was du siehst.“
  • Erarbeitung von Lauten: „Finde drei Dinge mit dem Laut /s/.“
  • Narrativer Sprache: „Erzähle eine Geschichte darüber, was vor Unterrichtsbeginn passiert ist.“
  • Schlussfolgerndem Denken und Problemlösen: „Warum steht der Schüler an der Tafel?“ oder „Was könnte als Nächstes passieren?“

Diese Fähigkeiten unterstützen die funktionelle Kommunikation in Schule, Zuhause, Beruf und Alltag.

Praktische logopädische Übungsideen mit einer Klassenzimmerszene

Dasselbe Hintergrundbild kann – abhängig von den Therapiezielen – auf viele unterschiedliche Arten genutzt werden.

Finden und benennen

Anweisung:
„Finde und benenne drei Dinge, die man zum Schreiben benutzt.“

Geförderte Fähigkeiten:
Wortschatz, Kategorisierung, Wortabruf, expressive Sprache

Anweisungen befolgen

Anweisung:
„Kreise das Heft auf dem Tisch ein und unterstreiche anschließend den Stuhl am Fenster.“

Geförderte Fähigkeiten:
Auditives Sprachverständnis, Aufmerksamkeit, räumliche Konzepte, Arbeitsgedächtnis

Die Szene beschreiben

Anweisung:
„Erzähle mir, was in diesem Klassenzimmer passiert.“

Geförderte Fähigkeiten:
Satzbildung, Grammatik, Wortschatz, narrative Sprache

Fragen stellen und beantworten

Anweisung:
„Wer sitzt?“ „Was liegt auf dem Tisch?“ „Wo ist die Tasche?“

Geförderte Fähigkeiten:
Verstehen und Beantworten von W-Fragen, expressive Sprache, Detailwahrnehmung

Suche nach Lauten

Anweisung:
„Finde Gegenstände, die mit /b/ beginnen.“ oder „Benenne alles, was den Laut /s/ enthält.“

Geförderte Fähigkeiten:
Artikulation, phonologische Bewusstheit, Generalisierung von Lauten

Geschichten entwickeln

Anweisung:
„Erfinde eine Geschichte über dieses Klassenzimmer.“

Geförderte Fähigkeiten:
Sequenzierung, Schlussfolgern, narrative Struktur, expressive Sprache

Problemlösen

Anweisung:
„Was wirkt hier fehl am Platz?“ oder „Was sollte der Schüler zuerst tun?“

Geförderte Fähigkeiten:
Schlussfolgerndes Denken, exekutive Funktionen, funktionelle Kommunikation

Andere Hintergrundbilder – etwa Küche, Supermarkt, Büro, Spielplatz, Straßenverkehr oder Schlafzimmer – lassen sich problemlos einsetzen, um Ziele wie Alltagsroutinen, gesellschaftliche Teilhabe, Sicherheit oder soziale Kommunikation zu fördern.

Einsatz über verschiedene Altersgruppen, Settings und Diagnosen hinweg

Dieses Whiteboard-Konzept lässt sich über alle Altersgruppen hinweg und in unterschiedlichen logopädischen Settings einsetzen:

  • Kinder: frühe Sprachentwicklung, Lautbildung, Befolgen von Anweisungen, Wortschatz und Erzählen
  • Schulkinder: Beschreiben, Schlussfolgern, narrative Fähigkeiten und Artikulationsübertragung
  • Jugendliche und Erwachsene: Wortabruf, kognitiv-kommunikative Fähigkeiten, soziale Kommunikation und funktionelle Sprache
  • Ältere Erwachsene: Aphasie, kognitiv-kommunikative Störungen, Sequenzierung, Sicherheit und Alltagskommunikation

Dieselbe Struktur eignet sich für zahlreiche Diagnosen, darunter Sprachentwicklungsstörungen, Aussprachestörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Aphasie, Schädel-Hirn-Trauma, Dysarthrie, Sprechapraxie, kognitiv-kommunikative Störungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Durch Anpassung der Bildkomplexität, der Anzahl der Zielitems, der Länge der Anweisungen, des sprachlichen Anspruchsniveaus und des Unterstützungsgrades kann die Übung von sehr einfach bis hochkomplex abgestuft werden.

Klinische Begründung

Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten lassen sich häufig effektiver in bedeutungsvollen Kontexten als ausschließlich durch isolierte Übungen fördern. Szenenbasierte Whiteboard-Übungen unterstützen dies, indem sprachliche Ziele in realistische und visuell unterstützte Umgebungen eingebettet werden.

Forschung und klinische Praxis belegen, dass visuelle Unterstützungssysteme, kontextbezogene Sprachaufgaben und funktionelle Kommunikationsaktivitäten Motivation, Sprachverständnis und den Transfer in den Alltag verbessern können.

Digitale Whiteboards bieten eine praktische Möglichkeit, diese Elemente in einem flexiblen Format zu kombinieren, das sich an unterschiedliche Altersgruppen, Settings und Therapieziele anpassen lässt.


Alles zusammengeführt

Eine der größten Stärken des digitalen Whiteboards auf der Cognishine-Plattform ist seine interdisziplinäre Vielseitigkeit. Dieselbe Hintergrundszene kann von unterschiedlichen Fachkräften auf unterschiedliche Weise genutzt werden – jeweils mit eigenen Therapiezielen, während die Übung dennoch funktionell, alltagsnah und motivierend bleibt.

Ein Klassenzimmerbild kann beispielsweise von Ergotherapeut:innen genutzt werden, um visuelles Scannen, motorische Planung und handschriftbezogene Fähigkeiten zu fördern, während Logopäd:innen dieselbe Szene verwenden, um Wortschatz, das Befolgen von Anweisungen, narrative Sprache oder Lautbildung zu trainieren.

Gleichzeitig können z.B. Lehrkräfte die Szene für Unterrichtskonzepte, Lese- oder Verständnisaufgaben einsetzen, Nachhilfelehrer für Sprachförderung, Lesen oder Sequenzierung und Betreuungskräfte zur Unterstützung von Teilhabe, Gesprächsführung, Aufmerksamkeit und kognitiver Aktivierung in Gruppen- oder Einzelangeboten.

Diese Flexibilität macht digitale Whiteboards besonders wertvoll in interdisziplinären sowie pädagogischen Kontexten, in denen gemeinsame Materialien für unterschiedliche Altersgruppen, Bedürfnisse und fachliche Perspektiven angepasst werden können.

Durch einen gezielten und durchdachten Einsatz können digitale Whiteboards dabei helfen, Fähigkeitsentwicklung mit realer Alltagsbeteiligung zu verbinden. Sie bieten eine praktische Möglichkeit, Übungen zu gestalten, die flexibel, motivierend und alltagsrelevant sind und das über Therapie, Bildung und gemeindenahe Angebote hinweg.

Über die Autorinnen

Elaine Wiener, Ergotherapeutin, ist pädiatrische Ergotherapeutin mit über 25 Jahren Erfahrung in schulischen Settings mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sowie in der Frühförderung. Aktuell ist sie als U.S. Website Manager und Clinical Business Development Manager bei Cognishine tätig und entwickelt praxisnahe, leicht zugängliche Ressourcen für Familien, Therapeut:innen und Lehrkräfte.

Alona Novak ist eine in Portugal tätige Logopädin bei Cognishine sowie klinisch in der Schlaganfallrehabilitation tätig. Sie arbeitet insbesondere mit Aphasie, Sprechapraxie und Dysarthrie. Darüber hinaus behandelt sie Stimmstörungen und bietet Therapie auf Hebräisch und Russisch an.